Erntedankgottesdienst, Sonntag, 18. Oktober 2026, 10 Uhr, Dorfkirche
Erntedank! Welche Bilder kommen Ihnen da hoch? Ich denke ja sofort an die üppig geschmückte Kirche: Kürbisse in allen Farben, Rüebli, Zucchetti, Randen und Kohlrabi, Ähren und Tomaten.
Wir danken für den Ertrag unserer menschlichen Arbeit – vor allem derjenigen unserer Bäuerinnen und Bauern.
Und doch ist es in diesem Jahr anders: Hitze und Trockenheit haben nicht nur unsere Nerven strapaziert und manche Hirne zum Schmelzen gebracht. Wir lesen davon: Wir Menschen sind nicht voll leistungsfähig, wenn die Raumtemperatur gegen die 30°C geht. Und doch erhalten viele von uns denselben Lohn – unabhängig von der Hitze. Der Lohn-Ertrag ist selten direkt an den Ernte-Ertrag geknüpft. Ganz anders auf dem Feld: Die Trockenheit hat die Ernteerträge besonders getroffen: Es ist weniger gewachsen.
Manche Maiskolben haben trockene stellen und die Trauben sind klein und süss. Und die Mengen an Heu stellen manchen Betrieb vor grosse Fragen, was das Winterfutter angeht.
Auch das soll Platz haben in unserem Erntedankgottesdienst: Nicht immer ist es uns zum Danken zumute, nicht jedes Jahr wirft üppige Ernte ab.
Nicht alles liegt in unserer Hand, wir sind auf Hilfe angewiesen.
So feiern wir den diesjährigen Erntedankgottesdienst: Verwöhnt vom Jodel des Jodlerclub Echo vom Kainiz. Nachdenklich über das, was uns blüht. Und hoffend auf die Zukunft.
In allem: Dankbar über das, was wir haben. Es ist genug da. Es ist für uns gesorgt.
Wir sammeln eine Kollekte für die Gassenküche Basel und denken an die Menschen, deren Ertrag nicht reicht für das tägliche Essen. Wer bereits im Vorfeld etwas in die Kollekte einlegen möchte, kann das mit folgendem Einzahlungsschein tun.
Pfarrer Luca Policante-Roth