Konfirmationen am 09.05.2021

Am Sonntag, 9. Mai 2021, fanden in Biel-Benken die diesjährigen Konfirmationen statt. Es wurden acht junge Menschen konfirmiert, eine junge Frau und 7 junge Männer.
HP_Konfirmation_2021 (Foto: Kirchgemeinde Biel-Benken)

v.l.n.r.: Joël Suter, Fabian Walser, Frédéric Eich, Alex Jörg, Rachel Raemy, Leandro Grether, Nicolas Suter, Cyrill Binggeli
Wegen der Erkrankung unseres Biel-Benkemer Pfarrers konnte als Stellvertreter Pfarrer Markus Wagner einspringen. Ganz neu war ihm die Materie nicht: Es war jetzt hier in Biel-Benken seine fünfte Konfirmation.
Die Zeit zur Vorbereitung der Feier war ziemlich knapp: nur gerade drei Unterrichtsstunden blieben, um sich kennen zu lernen und Vertrauen zu gewinnen. Wir haben uns schnell auf ein Thema geei-nigt: „zrugg luege – vorwärts luege“, passend für den Anlass – junge Menschen an der Schwelle zum Erwachsenenleben.
Am Sonntag waren sie dann bereit, die 8 Jugendlichen: Chic gekleidet, voller Erwartungen, aber auch ein klein bisschen nervös. Am Anfang der Feier stand die Taufe zweier Konfirmanden. Dann haben die Konfirmanden ihr Thema in rasanter Form präsentiert. Zufrieden und dankbar für die Zeit bis heute, wissend, dass wir hier in der Schweiz eigentlich privilegiert sind, weil es uns ja an gar nichts fehlt. Dann haben sie den Rucksack für ihren Lebensweg gepackt: Sportsachen, vom Fussball bis zum Velohelm, weil Sport so wichtig ist, Karte und Kompass, weil man sich im Leben orientieren muss, einen Smiley, weil ein Leben ohne Lachen öd wäre, schliesslich Leinwand, Pinsel und Palette, um das Schöne im Bild festzuhalten.
Konfbild_Frederic_Eich (Foto: Kirchgemeinde Biel-Benken)
Bild: Frédéric Eich

Die Konfirmationspredigt ging aus vom Psalm 121: “Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.“. Pfarrer Wagner hat dargestellt, dass wir dann, wenn Gott für uns sorgt, nicht einfach die Hände in den Schoss legen können, sondern frei sind, an den notwendigen Veränderungen unserer Welt aktiv teilzuhaben. „Verdämmert nicht euere Jahre mit Unwichtigem. Werdet aktiv, immer unter der Verheissung, die Gott uns gegeben hat, und immer in der Liebe, die uns Jesus Christus gelehrt hat.“ Und mitbekommen haben die Konfirmanden auch ein Gebet für Realisten (vom deutsch-amerikanischen Theologen Reinhold Niebuhr): „Gott, gib uns die Gnade, mit Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die sich nicht ändern lassen, den Mut, Dinge zu ändern, die geändert werden sollten, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Die Konfirmation erfolgte mit Handschlag (nach vorgeschriebener Desinfektion der Hände), und indem der Pfarrer die von den Konfirmanden selbst ausgesuchten Sprüche aus der Bibel gab. Sie sollen sie zuoberst auf ihr Lebensgepäck tun und sich immer wieder in Erinnerung rufen. Als Vertreterin der Kirchenpflege und der Religionslehrkräfte waren Nathalie Durscher und David Anania zugegen und übergaben den Konfirmanden die Konfirmationsurkunde und ein selbst gewähltes Bild. Ausgestattet mit ihrer Konfirmationsurkunde und dem selbst gewählten Bild beteten sie mit der gan-zen Gemeinde mit einem bemerkenswerten Gebet unserer einzigen Konfirmandin: „Gott, ich danke dir, dass du immer über uns bist, uns segnest und beschützt. Ich danke dir, dass du uns in schwierigen Situationen zur Seite stehst. Wir sehen dich zwar nicht, doch bist du für uns Menschen präsent im Leben. Danke, dass du an uns glaubst. Danke, dass ich ein Leben leben kann, das ich geniessen darf. Ich danke dir für deine Unterstützung auf meinem Wege!“
Im Namen der Kirchenpflege richtete Nathalie Durscher auch einige Worte an die nunmehr Konfir-
mierten, endend mit dem Liedtext von Peter Reber: „Ich wünsche dir Schueh, wo nit drücke, für der Wäg wo du geisch, u dass dr Rucksack am Rücke nicht z’schwer isch wo du treisch. Wes Abig wött wärde en offeni Tür, dr Himmel uf Ärde, ja das wünsch I dir.“
Bemerkenswert ist auch, dass sich einer der Konfirmanden bereit erklärt hat, mit einem Klavierspiel zum Anlass beizutragen. Es braucht schon einigen Mut, vor so vielen Leuten zu spielen! Der ganze Konfirmationsgottesdienst war eine runde Sache. Nicht nur der Pfarrer, sondern auch die Konfirmanden selbst haben viele Bausteine dazu geliefert: Gedanken, Texte, Gebete.
Kirchenpflege Biel-Benken
Bereitgestellt: 31.05.2021    Besuche: 39 Monat